Vision

4 Schritte zur Unternehmensvision

Neues Jahr, neues Ziel. Für viele unter uns ein guter Moment sich zu fragen: Was will ich ändern? Wo will ich hin? Was für jeden Einzelnen gilt, gilt auch für Unternehmen.

„Nur wer sein Ziel kennt findet den Weg.“ wusste schon Lao-tse und bringt damit auf den Punkt, warum jedes Unternehmen eine klare Vision haben sollte. Wenn ich ein Zielbild habe, kann ich meine Energie fokussieren. Jede Entscheidung, jede Frage die ich mir als Unternehmer oder als Mitarbeiter stelle, beantwortet sich in der Vision. Dient die Entscheidung meinem Ziel oder nicht?

Aus der Vision leiten sich die Mission/ das Leitbild, die messbaren Ziele, Strategie und dann die konkreten Maßnahmen ab. Die Vision ist die Basis, aus der sich all mein derzeitiges Tun und Handeln ableitet.

Aber wie entwickle ich eigentlich eine Unternehmensvision? Und was zeichnet eine Vision aus?

Eine Vision ist ein attraktives Zielbild der Zukunft, das nur in mehreren Schritten erreichbar ist. Es sollte großartig sein und intuitiv formuliert. Das Ziel sollte nicht ad hoc erreichbar sein. Im Zweifelsfall starten Sie mit einem Zeithorizont von fünf Jahren.

Beispiele anderer Unternehmen:

„Einen besseren Alltag für die vielen Menschen schaffen.“

IKEA

„A just world without poverty.“

Oxfam

„Einen Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause.“

Microsoft

Klingt gut, aber wie mache ich das? Ein schönes Werkzeug für die Definition einer Vision ist die „Zukunftswerkstatt“. Durch die Beantwortung einiger weniger Fragen entwickele ich eine Vorstellung der Unternehmensstärken und das Ziel wird klarer.

1. Lernen aus der Vergangenheit

Lernen Sie für die Zukunft aus der Vergangenheit. Und wenn Ihr Unternehmen noch sehr jung ist und über wenig Vergangenheit verfügt? Schauen Sie trotzdem, was bisher gut gelaufen ist. Daran erkennen Sie die eigenen Stärken und die ihrer Mitarbeiter.

  • Erfolge von gestern – warum?

Welche Erfolge konnten wir bisher feiern und warum waren wir damit erfolgreich?

  • Was können wir aus der Vergangenheit lernen?

Unsere Fehler sind genauso wie unsere Erfolge die Chance Dinge in der Zukunft besser zu machen oder weiter zu verstärken. Erfolgreiche Unternehmen haben eine positive Fehlerkultur, weil sie erkannt haben, dass Fehler die beste Schule sind, wenn man sie erkennt und zukünftig vermeidet.

  • Was sollten wir unbedingt bewahren?

Es war nicht alles schlecht. Manches war und ist auch richtig gut. Sonst wären wir heute nicht da wo wir sind. Was ist gut bei uns und wovon hätten wir vielleicht auch gerne noch mehr?

2. Gegenwart erkunden

Eine Standortanalyse hilft die inneren und äußeren Erfolgskriterien festzulegen.

  • Wo stehen wir?
  • Was läuft gut?
  • Was können wir noch besser machen?

3. Szenarien für die Zukunft entwickeln

Was kann passieren und was soll passieren? Nur wer die Gefahr kennt kann sie umschiffen. Dafür ist es notwendig die Situation realistisch einzuschätzen und damit die Chance zu haben gegebenenfalls nachzujustieren.

  • Best Case? Worst case? Trend?
  • Was wäre unser Ideal-Szenario?

4. Konsens über die Zukunft entwickeln

Mit all dem was ich jetzt weiß, wo will ich hin mit diesem Unternehmen? Formulieren Sie intuitiv, knapp und klar aus dem Bauch heraus. Ihre Intuition kennt den Weg. Feilen Sie an der Formulierung solange bis es passt.

Sammeln Sie Input. Befragen Sie Mitarbeiter Ihres Vertrauens. Erkennen Sie sich und das Unternehmen in der Vision? Seien Sie offen für Rückmeldungen aber entscheiden Sie selbst was Sie davon umsetzen möchten.

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